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2026-09-22
2026-09-22

Senioren im Herbst: So erkennst du Gelenkschmerzen bei Hund und Katze

Tut ihm das weh, oder wird er einfach älter? Mit unserem 2-Minuten-Gelenk-Check erkennst du Gelenkschmerzen bei Hund und Katze und weisst, was du im Herbst für deinen Senior tun kannst.

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Hund springt ins Wasser

Früher war er in drei Sätzen auf dem Sofa. Jetzt steht dein Kater davor, schaut hoch, überlegt kurz und geht wieder. Oder dein Hund: Er schiesst morgens nicht mehr wie ein Blitz aus dem Körbchen, sondern steht erst einmal einen Moment da, bevor er sich einläuft.

Ist das einfach das Alter, oder tut ihm etwas weh?

Genau diese Frage stellen sich viele Halter:innen, wenn es im Herbst kühler und nasser wird und die Fellnase plötzlich steifer wirkt. In diesem Ratgeber findest du einen 2-Minuten-Gelenk-Check für zu Hause, eine Fragenliste für die Tierarztpraxis und Tipps, wie du deinen Senior gut durch die kalte Jahreszeit bringst. Als Senioren gelten übrigens Hunde je nach Grösse ab etwa 7 bis 10 Jahren und Katzen ab etwa 10 Jahren. Wichtiger als das Alter ist aber, was du bei deinem Tier beobachtest.

Warum machen Gelenke im Herbst mehr Probleme?

Der Herbst hat es in sich: nasskaltes Wetter, rutschiges Laub auf dem Spazierweg, die Heizung geht wieder an, und nach der Zeitumstellung Ende Oktober werden die Abende dunkel und die Runden kürzer. Viele Halter:innen berichten, dass ihre älteren Tiere bei Kälte und Nässe steifer wirken und nach dem Liegen länger brauchen, bis sie sich eingelaufen haben. Weniger Bewegung schwächt zusätzlich die Muskeln, die die Gelenke stützen.

Das Wetter ist aber nicht die Ursache, es macht nur sichtbar, was schon da ist. Bei Senioren steckt sehr oft Arthrose dahinter: Der Knorpel, der die Knochenenden wie ein Puffer schützt, baut sich langsam ab, die Gelenke reiben und schmerzen. Besonders häufig trifft es grosse Hunde wie Labrador, Golden Retriever oder Schäferhund. Bei Katzen bleibt Arthrose oft lange unentdeckt, weil sie Schmerzen so gut verstecken. Schätzungen zufolge ist mehr als die Hälfte der Katzen über sechs Jahren betroffen. Die gute Nachricht: Arthrose ist zwar nicht heilbar, aber gut behandelbar.

Ist das noch normal, oder tut es weh?

Bei Hunden fällt es meist früher auf. Dein Vierbeiner steht zögerlich auf, ist nach dem Liegen steif und läuft sich erst nach ein paar Schritten ein. Er meidet Treppen, zögert vor dem Sprung ins Auto oder bleibt bei Spaziergängen zurück. Manche Hunde lecken oder knabbern an schmerzenden Gelenken.

Bei Katzen sind die Signale leiser. Springt deine Samtpfote nicht mehr aufs Sofa oder die Fensterbank, sondern wählt lieber niedrigere Plätze? Zögert sie vor dem Katzenklo mit hohem Rand, putzt sie sich weniger, sodass das Fell struppig wirkt, oder zieht sie sich häufiger zurück?

Oft heisst es dann: «Das ist halt das Alter.» Dabei sind solche Veränderungen sehr häufig Schmerzsignale, und die kann man behandeln. Steifheit ist kein Schicksal, das du einfach hinnehmen musst.

Der 2-Minuten-Gelenk-Check für zu Hause

Du brauchst dafür nichts ausser zwei Minuten und deine Aufmerksamkeit. Am besten beobachtest du dein Tier im normalen Alltag, zum Beispiel morgens, wenn es aufsteht. Schau zuerst, wie dein Tier aufsteht, dann, wie es etwa 20 Schritte auf ebenem Boden geht, und zum Schluss, was es bei Treppe und Sprung macht. Wichtig: Zwing dein Tier zu nichts. Es geht nur darum zu sehen, was es freiwillig tut. Setze ein Kreuz, wenn eine Aussage zutrifft.

Für deinen Hund

  • Er steht nach dem Liegen zögerlich auf oder braucht mehrere Anläufe.
  • Er wirkt in den ersten Schritten steif und läuft sich erst nach einer Weile ein.
  • Er hinkt, schont ein Bein oder hüpft auf drei Beinen.
  • Er meidet Treppen oder geht sie auffällig vorsichtig.
  • Er zögert vor dem Sprung ins Auto oder aufs Sofa oder springt nicht mehr so weit.
  • Er bleibt beim Spaziergang zurück, will kürzere Runden oder ist danach ungewöhnlich müde.
  • Er reagiert empfindlich, wenn du ihn an bestimmten Stellen berührst (Zurückzucken, Lecken, Schnappen).

Für deine Katze

  • Sie zögert vor dem Sprung aufs Sofa oder die Fensterbank oder wählt niedrigere Plätze.
  • Sie springt nicht mehr in einem Zug hoch, sondern macht Zwischenstopps.
  • Sie läuft Treppen langsam oder vermeidet sie.
  • Sie zögert vor dem Einstieg ins Katzenklo oder geht manchmal daneben.
  • Sie putzt sich weniger, das Fell wirkt struppig oder verfilzt.
  • Sie wirkt nach dem Schlafen steif oder bewegt sich beim Aufstehen vorsichtig.
  • Sie zieht sich mehr zurück, spielt weniger oder reagiert gereizt bei Berührung.

Und jetzt? Jedes Kreuz ist ein guter Grund, das Thema in der nächsten Sprechstunde anzusprechen. Bei mehreren Kreuzen oder wenn dein Tier bei Berührung schmerzhaft reagiert, vereinbare bald einen Termin. Der Check ersetzt keine Diagnose, aber er gibt dir und deiner Tierärztin etwas Konkretes in die Hand. Wiederhole ihn alle paar Wochen und notiere dir Veränderungen.

Unser Video-Tipp: Filme dein Tier in seiner gewohnten Umgebung beim Aufstehen, Gehen und Springen. Gerade Katzen sind in der Praxis oft so gestresst, dass sie sich ganz anders bewegen als zu Hause. Ein kurzes Video hilft der Tierärztin, sich ein realistisches Bild zu machen. Du kannst dieses Video ausserdem auch bei unserem Online-Tierarzt nutzen.

Was hilft deinem Senior im Herbst im Alltag?

Schon kleine Anpassungen machen einen grossen Unterschied. Jetzt, wo die Heizung wieder läuft, gehört der wärmste, zugfreie Platz deinem Senior, am besten mit einem orthopädischen Bett. Wärme kann Steifheit lindern. Für Katzen sind beheizbare Liegen oder Wärmekissen eine schöne Lösung, solange nichts überhitzt. Auf Parkett oder Fliesen geben rutschfeste Teppiche Halt, und eine kleine Rampe ins Auto oder aufs Sofa erspart deinem Hund unnötige Sprünge. Für Katzen helfen Zwischenstufen zu ihren Lieblingsplätzen, ein Katzenklo mit niedrigem Einstieg und Futter- und Wasserstellen auf bequemer Höhe.

Schonen ist übrigens nicht die Lösung, denn Bewegung hält die Muskulatur aktiv, und starke Muskeln entlasten die Gelenke. Besser als eine lange, anstrengende Runde sind mehrere kurze, gemütliche Spaziergänge, am liebsten auf festem Untergrund statt auf nassem, rutschigem Laub. Nach dem Regenspaziergang wird dein Hund gründlich trockengerubbelt, und kälteempfindliche Vierbeiner freuen sich über einen Mantel. Katzen holst du mit sanften Spielangeboten am Boden in Bewegung, etwa mit der Federangel.

Und dann ist da noch das Gewicht: Jedes Kilo zu viel belastet die Gelenke und kann bestehende Schmerzen verstärken. Schon wenig Gewichtsverlust kann die Beschwerden spürbar lindern. Sprich mit deiner Tierärztin über das passende Futter.

Wie behandelt die Tierärztin oder der Tierarzt Arthrose?

Arthrose lässt sich nicht heilen, aber sehr gut behandeln. Das Ziel ist ein Tier, das möglichst schmerzarm durch den Alltag kommt. Am besten wirkt eine Kombination: Das Rückgrat ist meist die Schmerztherapie mit Entzündungshemmern, die deine Tierärztin speziell für Hunde oder Katzen verordnet und mit regelmässigen Kontrollen begleitet. Dazu kommen Physiotherapie, bei Hunden auch Wassertherapie, sowie Osteopathie oder Akupunktur. Auch Nahrungsergänzungen wie Omega-3-Fettsäuren können unterstützen. Ihre Wirkung ist unterschiedlich gut belegt, deshalb sprichst du die Dosierung besser mit deiner Tierärztin ab. In weit fortgeschrittenen Fällen kann auch eine Operation eine Option sein.

Ganz wichtig: Gib deinem Tier nie Schmerzmittel aus der Hausapotheke. Was uns Menschen hilft, kann für Hunde und Katzen gefährlich, teils sogar lebensgefährlich sein.

Drei Fragen an Med. vet. Natacha Stuck, von der Marigin Praxis Pfäffikon:
Welche Schmerzsignale übersehen Halter:innen am häufigsten?

Unsere Haustiere zeigen Schmerz oft auf leise und subtile Art und Weise. Katzen springen nicht mehr so oft aufs Sofa, putzen sich weniger und ziehen sich zurück. Hunde stehen längsämer auf, bewegen sich etwas steifer oder mögen nicht mehr so lange spazieren gehen. Auch starkes Lecken an einer Körperstelle kann ein Hinweis auf Schmerzen sein.

Was kann man machen, um es Hunden und Katzen zu Hause angenehmer zu machen?

Regelmässige, aber sanfte Bewegung - dies erhält die unterstützenden Muskeln, hält das Gelenk in Bewegung und fördert damit auch die Produktion von Gelenksflüssigkeit. Ein warmer, komfortabler Schlafplatz, am besten mit einem orthopädischen Schaumstoff, verhindert, dass die Gelenke auf hartem Untergrund liegen aber trotzdem nicht komplett einsacken. Sanfte Massagen können Verspannungen lindern und die Beweglichkeit verbessern.

Was ist Ihr wichtigster Rat für den Herbst?

Nicht zu lange abwarten, wenn neue Symptome auffallen, lieber früher als später mit Ihrem Tierarzt ansprechen. Denn je früher man zu behandeln beginnt, desto besser kann man intervenieren.
Und bitte niemals ohne Rücksprache mit Ihrem Tierarzt Schmerzmittel aus der Hausapotheke verabreichen - diese können für Hunde und Katzen nämlich gefährlich sein.

Unser Tipp: Wusstest du, dass die Calingo Haustierversicherung auch Kosten von komplementärmedizinischen Behandlungen wie Physiotherapie, Osteopathie und Akupunktur übernimmt?

Wann solltest du zur Tierärztin gehen, und was solltest du sie fragen?

Wenn dein Tier mehrere Tage lahmt, bei Berührung schmerzhaft reagiert, sich kaum noch bewegen mag oder plötzlich das Futter verweigert, ist ein Check fällig. Und wenn im Gelenk-Check mehrere Kreuze zusammenkommen, auch. Damit der Termin etwas bringt, hilft eine gute Vorbereitung. Bring am besten ein kurzes Video, deine Notizen (seit wann, wann besonders schlimm), eine Liste von Futter, Ergänzungen und Medikamenten und das aktuelle Gewicht mit. Und nimm diese Fragen mit in die Sprechstunde:

Zur Diagnose

  1. Was vermuten Sie, und wie sichern wir die Diagnose ab (Untersuchung, Röntgen)?
  2. Welche Gelenke sind betroffen, und wie weit fortgeschritten ist es?

Zur Behandlung

  1. Welche Möglichkeiten gibt es (Schmerztherapie, Physiotherapie, Osteopathie, Akupunktur, Operation), und womit fangen wir an?
  2. Welches Schmerzmittel geben wir, wie lange, und mit welchen möglichen Nebenwirkungen und Kontrollen?
  3. Was darf ich meinem Tier auf keinen Fall geben?

Zum Alltag

  1. Hat mein Tier das richtige Gewicht? Wenn nicht: Welches Zielgewicht und welches Futter empfehlen Sie?
  2. Wie viel und welche Bewegung tut gut, und was sollten wir vermeiden?
  3. Was kann ich zu Hause anpassen (Liegeplatz, Böden, Rampe, Katzenklo)?
  4. Sind Nahrungsergänzungen sinnvoll, und in welcher Dosierung?

Zu Verlauf und Kosten

  1. Woran erkenne ich, ob es besser oder schlechter wird, und wann brauchen wir eine Kontrolle?
  2. Mit welchen Kosten muss ich rechnen (Kontrollen, Medikamente, Therapien)?
  3. Können Sie mir die Rechnung so ausstellen, dass ich sie bei meiner Versicherung einreichen kann?

Was kostet Arthrose, und was übernimmt die Versicherung?

Gelenkprobleme im Alter sind selten ein einzelner Tierarztbesuch. Meist sind es Kontrollen, Medikamente über längere Zeit und Physiotherapie, und das läppert sich.

Bei Calingo gibt es keine Altersgrenze. Du kannst deinen Hund oder deine Katze ab 8 Wochen und auch im Seniorenalter versichern, und die Prämie bleibt konstant und steigt nicht mit dem Alter. Komplementärmedizin wie Physiotherapie und Osteopathie ist je nach Schutzstufe bis CHF 1'000, 1'500 oder 2'500 gedeckt.

Damit du nicht später überrascht wirst, hier das, was du wissen solltest:

  • Wurde die Arthrose bei deinem Tier in den letzten 24 Monaten diagnostiziert oder behandelt, gilt sie als Vorerkrankung. Du kannst sie über die Zusatzdeckung Vorerkrankungen mitversichern.
  • Tritt Arthrose erst nach dem Abschluss und der 30-tägigen Karenzfrist auf, ist sie eine neu auftretende Erkrankung.
  • Ab dem 10. Lebensjahr beteiligst du dich mit mind. 20 % an den Tierarztkosten.
Bist du schon bei uns versichert? Dann reichst du die Tierarztrechnung ganz einfach über unser Kundenportal ein.

Unser Tipp: Du bist unsicher, ob das noch ein normales Alterszipperlein ist? Über die Calingo Telemedizin erreichst du rund um die Uhr Tierärzt:innen per Chat, Telefon oder Video, unlimitiert und ohne Voranmeldung. Sie ersetzt keinen Praxisbesuch, gibt dir aber schnell eine erste Einschätzung.

Älterwerden gehört dazu, Schmerzen müssen es nicht. Wenn du genau hinschaust, früh mit deiner Tierärztin sprichst und den Alltag ein wenig anpasst, hat dein Senior auch im Herbst noch viel Freude an Bewegung, ob auf der Runde durch den Wald oder auf dem Weg aufs Sofa. Und falls du dir Gedanken über die Kosten machst: Bei Calingo gibt es keine Altersgrenze, die Prämie bleibt konstant, und wer früh versichert, hat später weniger Vorerkrankungen zu klären. Wie viel der Schutz für deine Fellnase kostet, siehst du in wenigen Klicks.

Woran erkenne ich, dass mein Hund oder meine Katze Gelenkschmerzen hat?
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Hunde stehen oft zögerlich auf, sind nach dem Liegen steif, meiden Treppen oder zögern vor dem Sprung ins Auto. Bei Katzen sind die Signale leiser: Sie springen nicht mehr aufs Sofa oder die Fensterbank, putzen sich weniger, meiden das Katzenklo mit hohem Rand oder ziehen sich zurück. Mit unserem 2-Minuten-Gelenk-Check kannst du das zu Hause in wenigen Minuten beobachten.

Wird Arthrose im Herbst schlimmer?
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Das Wetter verursacht keine Arthrose, aber viele Tiere wirken bei Kälte und Nässe steifer. Ein warmer Liegeplatz, rutschfeste Böden und mehrere kurze Spaziergänge können helfen. Lahmt dein Tier mehrere Tage, solltest du immer eine Tierärztin oder einen Tierarzt aufsuchen.

Darf ich meinem Vierbeiner Schmerzmittel aus der Hausapotheke geben?
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Nein. Viele Schmerzmittel für Menschen sind für Hunde und Katzen gefährlich, teils sogar lebensgefährlich. Gib deinem Tier nur Medikamente, die deine Tierärztin oder dein Tierarzt verordnet hat.

Ist Arthrose bei Calingo versichert?
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Tritt Arthrose nach dem Abschluss und der 30-tägigen Karenzfrist neu auf, ist sie als neue Erkrankung versichert. Wurde sie bereits in den letzten 24 Monaten festgestellt oder behandelt, gilt sie als Vorerkrankung. Dafür brauchst du die Zusatzdeckung «Vorerkrankungen», die du beim Abschluss wählen musst. Komplementärmedizin wie Physiotherapie und Osteopathie ist je nach Schutzstufe gedeckt.

Kann ich mein Tier im Seniorenalter noch versichern?
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Ja. Bei Calingo gibt es keine Altersbegrenzung: Du kannst deinen Hund oder deine Katze ab 8 Wochen und auch im Seniorenalter versichern. Die Prämie bleibt konstant und steigt nicht mit dem Alter. Ab dem 10. Lebensjahr beteiligst du dich mit mind. 20% an den Tierarztkosten.

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Von Haustiereltern für Haustiereltern

Die Gesundheit deiner Fellnase ist unser Job

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