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2026-09-21
2026-09-21

Zeckenschutz im Herbst: Warum die Zeckensaison jetzt nicht vorbei ist

Kaum wird es kühler, denken viele: Zeckensaison vorbei, aufatmen. Ein Trugschluss. Solange die Temperaturen über 7°C bleiben, sind Zecken weiter unterwegs, leider oft bis weit in den November hinein. Wir zeigen dir, warum das so ist, welche Risiken das für Hund und Katze birgt und wie du jetzt am besten schützt.

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Hund springt ins Wasser

Die Spaziergänge werden gemütlicher, die Luft kühler und viele Tierhalter:innen lassen jetzt beim Zeckenschutz die Zügel schleifen. Verständlich, aber leider keine gute Idee. Denn Zecken sind zäher, als man denkt, und der Herbst hat seine ganz eigenen Tücken.

Zecken machen erst bei echtem Frost Pause

Gemäss dem Bundesamt für Gesundheit nimmt das Zeckenbissrisiko gerade im Herbst wieder zu. Solange die Temperaturen tagsüber über 7°C bleiben, sind Zecken unterwegs. In milden Jahren wurden in der Schweiz sogar im Dezember noch aktive Zecken gesichtet. Der Herbst mit seiner feuchten, milden Witterung ist für sie also alles andere als unangenehm, ganz im Gegenteil.

Warum der Herbst sogar besonders tückisch ist

Anders als im Hochsommer, wo viele Tierhalter:innen automatisch an Zeckenschutz denken, lässt die Aufmerksamkeit im Herbst spürbar nach. Genau das macht die Jahreszeit gefährlich: Die Zecken sind noch da, der Schutz aber oft schon nicht mehr. Hinzu kommt, dass hohes, feuchtes Herbstlaub und dichtes Unterholz ideale Bedingungen für Zecken bieten, die dort auf einen Wirt warten.

Was ein Zeckenbiss für deinen Hund oder deine Katze bedeuten kann

Ein Zeckenstich ist nicht einfach nur unangenehm, er kann auch Krankheiten übertragen. Bei Hunden am bekanntesten ist die Borreliose, die zu Fieber und schmerzhaften Gelenkentzündungen führen kann. Auch Anaplasmose kommt vor und macht sich oft durch Abgeschlagenheit und Appetitlosigkeit bemerkbar.

Katzen erkranken zwar seltener an diesen Krankheiten, ganz aus dem Schneider sind Freigänger aber trotzdem nicht: Sie bewegen sich viel durch hohes Gras und Unterholz, also genau dort, wo sich Zecken bevorzugt aufhalten, und sind dadurch deutlich häufiger Zeckenstichen ausgesetzt als reine Wohnungskatzen. Mit steigender Anzahl an Stichen steigt auch das Risiko, dass sich die Einstichstelle entzündet oder eine der selteneren, aber möglichen Infektionen übertragen wird. Bei Jungtieren oder älteren, geschwächten Katzen kann ein solcher zusätzlicher Reiz das Immunsystem stärker fordern als bei einer robusten, erwachsenen Katze.

Eine Behandlung von Borreliose oder Anaplasmose kann dabei je nach Aufwand ins Geld gehen. Die Haustierversicherung von Calingo kann dir dabei unter die Arme greifen.

Auch Wohnungskatzen sind nicht automatisch sicher

Denkst du bei "Zeckenrisiko" nur an Freigänger-Katzen, lohnt sich ein zweiter Gedanke: Auch reine Wohnungskatzen mit Zugang zu Balkon oder Garten können sich Zecken einfangen. Topfpflanzen, Grünzeug auf dem Balkon oder ein kurzer Ausflug ins Gebüsch reichen schon aus, damit sich eine Zecke im Fell festsetzt. Selbst wenn deine Katze nie ganz nach draussen geht, lohnt es sich, sie deshalb nach jedem Aufenthalt an der frischen Luft kurz kontrollieren.

Wie lange dauert es, bis Symptome auftreten?

Das Tückischste an zeckenübertragenen Krankheiten ist, dass sich Symptome häufig nicht sofort zeigen, sondern erst Tage bis mehrere Wochen nach dem Biss. Genau deshalb lohnt es sich, auch dann noch aufmerksam zu sein, wenn der eigentliche Zeckenbiss schon fast vergessen ist.

Zeckenschutz im Herbst: Diese Methoden gibt es

Ein zuverlässiger Schutz besteht meist aus einer Kombination mehrerer Massnahmen. Spot-on-Präparate oder Tabletten wirken meist mehrere Wochen und lassen sich gut in den Alltag einbauen. Wichtig ist, sie auch jetzt im Herbst nicht einfach abzusetzen, nur weil es kühler wird. Zeckenhalsbänder sind ebenfalls beliebt, bei Freigängerkatzen solltest du hier aber unbedingt auf einen Sicherheitsverschluss achten, damit sich das Band bei einem Hänger sicher löst.

Wie oft solltest du den Schutz erneuern?

Viele Spot-on-Präparate wirken vier bis acht Wochen, je nach Produkt. Notiere dir am besten das Datum der letzten Anwendung, zum Beispiel im Kalender oder einer Erinnerung auf dem Handy, damit du auch in der ruhigeren Jahreszeit nicht den Überblick verlierst.

Auch mit Schutz: Regelmässiges Absuchen bleibt wichtig

Auch mit chemischem Schutz lohnt sich nach jedem Spaziergang oder Freigang ein kurzer Blick, vor allem an Ohren, Achseln, Bauch und zwischen den Zehen. Dort verstecken sich Zecken am liebsten. Bei dichterem Winterfell wird das Absuchen zwar etwas mühsamer, ist aber genauso wichtig wie im Sommer.

Welches Präparat am besten passt, hängt von Alter, Gesundheit und Lebensstil deines Tieres ab. Am besten besprichst du das mit deiner Tierärztin oder deinem Tierarzt.

Zecken bei Welpen und älteren Tieren

Nicht jedes Tier verträgt jedes Präparat gleich gut. Bei Welpen und jungen Katzen ist oft ein Mindestalter oder Mindestgewicht vorgeschrieben, bevor bestimmte Spot-on-Präparate oder Tabletten angewendet werden dürfen. Bei älteren Tieren mit Vorerkrankungen, etwa an Leber oder Nieren, sollte die Wahl des passenden Präparats ebenfalls in Absprache mit der Tierärztin oder dem Tierarzt erfolgen, da nicht jedes Mittel für jedes Tier gleich gut geeignet ist.

Auch die Wohnung im Blick behalten

Zecken werden nicht nur draussen zum Problem: Löst sich eine Zecke vom Fell, kann sie durchaus auch in der Wohnung überleben und erneut zubeissen, bevor sie entdeckt wird. Wer seinem Hund oder seiner Katze nach dem Spaziergang regelmässig das Fell durchsucht, bevor sie sich aufs Sofa legen, reduziert dieses Risiko deutlich.

Eine Zecke entdeckt? Keine Panik

Am wichtigsten ist Ruhe: Je kürzer die Zecke saugt, desto geringer das Risiko einer Übertragung, also entfernst du sie am besten so rasch wie möglich. Mit einer Zeckenzange oder -karte fasst du sie dabei nah an der Haut und ziehst sie gerade heraus, ohne zu drehen. In den folgenden Tagen lohnt sich ein Blick auf die Einstichstelle. Zeigt sich eine Rötung, Schwellung oder verhält sich deine Fellnase ungewöhnlich, solltest du das tierärztlich abklären lassen.

Unser Tipp: Solltest du unsicher sein, ob eine tierärztliche Abklärung nötig ist, steht dir als Calingo Kund:in unsere kostenlose telemedizinische Beratung rund um die Uhr zur Verfügung.

Der Herbst ist keine Verschnaufpause

Der Herbst muss also keine Verschnaufpause im Kampf gegen Zecken sein. Im Gegenteil, gerade jetzt lohnt sich Wachsamkeit. Mit dem richtigen Schutz und regelmässigen Kontrollen könnt ihr die goldene Jahreszeit trotzdem sorglos geniessen, ohne euch ständig Sorgen machen zu müssen. Ein bisschen Routine beim Absuchen und ein zuverlässiger Schutz reichen meist schon aus, damit Zecken für euch beide zur Nebensache werden.

Und falls doch mal mehr als nur eine Kontrolle nötig ist: Mit Calingo bist du für Tierarztbesuche rund um Zeckenstiche und andere Überraschungen finanziell abgesichert.

Ab wann und bis wann sind Zecken aktiv?
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Zecken sind aktiv, sobald die Temperaturen tagsüber über 7°C liegen. Das kann je nach Wetterlage von Februar bis in den Dezember hinein der Fall sein. Ein einzelner kühler Tag reicht nicht aus, um sie zu vertreiben.

Muss ich meiner Fellnase auch im Herbst noch Zeckenschutz geben?
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Ja. Solange die Temperaturen mild bleiben, bleibt auch das Risiko bestehen. Setz den gewohnten Schutz also nicht schon beim ersten kühlen Wochenende ab, sondern erst, wenn tatsächlich dauerhaft Frost herrscht.

Ist meine Wohnungskatze mit Balkonzugang wirklich gefährdet?
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Ja, auch wenn das Risiko geringer ist als bei reinen Freigängern. Schon ein kurzer Kontakt mit Topfpflanzen oder Grünzeug auf dem Balkon reicht aus, damit sich eine Zecke im Fell festsetzt.

Wie lange nach einem Zeckenbiss können Symptome auftreten?
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Das kann von wenigen Tagen bis zu mehreren Wochen dauern. Beobachte dein Tier deshalb auch dann noch, wenn der eigentliche Biss schon länger zurückliegt.

Was, wenn beim Entfernen der Kopf der Zecke in der Haut stecken bleibt?
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Keine Panik, das kommt gelegentlich vor und ist meist unproblematisch, der Rest wird oft von selbst abgestossen. Beobachte die Stelle in den nächsten Tagen auf Rötung oder Schwellung und ziehe im Zweifel deine Tierärztin oder deinen Tierarzt hinzu.

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Von Haustiereltern für Haustiereltern

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